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Stand 12.2006
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„Ich bin doch keine Zuckermaus“ von Sonja Blattmann und Gesine Hansen, Verlag Mebes & Noack |
In Paulas Leben ist ganz schön was los! Da tummeln sich ihr Freund Max, die Katze Samira und die kugelrunde Träumefrau. Und Paula, die jetzt schon fast sechs ist, mittendrin. Mit Liedern und Geschichten über Kindermut und Selbstbewusstsein geht es durch einen kunterbunten Tag. |
„Nein! Nein! Ich steig in kein fremdes Auto ein“ von Petra Lazik und Imke Sönnichsen, Coppenrath Verlag |
Auf dem Weg zum Kindergarten werden Marie und ihr Bruder Max von einem Autofahrer angesprochen. Er bietet ihnen an, sie mitzunehmen, doch obwohl Max sehr gern mit dem schönen Auto gefahren wäre, verlässt Marie sich auf ihr Gefühl im Bauch und sagt laut und deutlich: Nein! Kinder vor solchen Gefahren zu schützen, das wünschen sich alle Eltern. Doch wie kann man sein Kind für dieses Thema sensibilisieren, ohne Unsicherheit und Angst zu erzeugen? Dieses Buch möchte Familien und Pädagogen dabei unterstützen, mit Kindern ins Gespräch zu kommen. Und es zeigt, wie wichtig es ist, Kindern das nötige Selbstbewusstsein zu vermitteln, damit sie sich selbst schützen können. |
„Mein Körper gehört mir“ von Pro Familia/Illustrationen von Dagmar Geisler, Loewe Verlag |
Kinder sollten eine selbstbewusste Einstellung zu ihrem Körper bekommen, denn nur dann ist es ihnen möglich, Berührungen und Annäherungen, die ihnen unangenehm sind, abzuwehren. Deshalb ist es für Kinder wichtig, sich ihrer Gefühle und ihres Körpers bewusst zu werden und klarzustellen, was sie mögen und was sie nicht mögen. Das Buch fördert das Selbstbewusstsein und stärkt die Kinder. Sehr empfehlenswert! |
„Johanna, wir sind stark“ von Regina Rusch |
Johanna weiß nicht weiter: Die Eltern haben zu wenig Zeit für sie, Martin verfolgt sie auf dem Schulweg, in der U-Bahn erlebt sie, wie junge Männer einem ausländischen Kind sein Stofftier zerfetzen. Da kommt Elsie in ihre Klasse. Elsie ist fröhlich und zeigt keine Angst. Johanna und Elsie werden die besten Freundinnen und gemeinsam und mit der Unterstützung von Elsies Mama schaffen sie es, dass um sie herum einiges anders wird. Spannend zu lesen, toll ist dass sich die Mädchen mit dem Buch wirklich identifizieren können. Für Leseratten ab ca. 8/9 Jahren oder auch zum Vorlesen geeignet. |
„Vom Großwerden und Starksein“von Jan Frey |
Geschichten zum stark machen, zum Nein sagen, über Ängste vor der Dunkelheit, über den ersten Tag in der Schule und das Geschwister-Sein. Großformatiger Sammelband mit wunderschön bebilderten Texten – jeweils ein Thema auf einer Doppelseite zum gemeinsamen Lesen, Betrachten und darüber sprechen, ab ca. 4 Jahre. |
„Der Neinrich“ von Edith Schreiber-Wicke |
Man muss unbedingt wissen, wann der richtige Ort und die richtige Zeit zum Nein sagen ist, sagte der Neinrich. Die meisten sagen Nein einfach so – weil Nein sagen Spaß macht. Weil man die Großen so schön damit nerven kann. Aber oft vergessen sie genau dann Nein zu sagen, wenn es wirklich wichtig ist. |
„Sophie wehrt sich“ von Petra Mönter/Eva Spanjardt |
Die größeren Jungs, die Sophie seit einem halben Jahr immer wieder auf dem Schulweg einschüchtern und Füller, Butterbrot oder anderes von ihr erpressen, machen ihr Angst. Als sie erfährt, dass es Thomas aus ihrer Klasse nicht anders geht, vertraut sie sich ihrer Mutter an. |
„Leila Schwein schreit NEIN!“ oder: ich geh doch nicht mit einem Fremden mit von Abedi/Kaergel |
Leila ist schon morgens beim Aufstehen nur noch nach NEIN zumute. Das kriegen Mutterschwein, das Bäckerschaf, der Waschbär und der Dachs – einfach alle zu spüren. Als ihr der Wolf „auf die Mitschnackertour“ kommt, holt sie Luft und brüllt „Nein!“, was das Zeug hält. Alle kommen zu Hilfe geeilt, ganz egal ob Leilas Nein davor die „Falschen“ traf. Gemeinsam verjagen sie den Wolf. „Das hast du gut macht“, sagt Mama stolz. |
„Weil ich Nein sagen darf“ von Regina Finke, Christophorus Verlag |
Dieses Buch gibt Eltern Sicherheit. Es vermittelt wichtige Grundlagen, bietet Informationen und guten Rat (ohne den erhobenen Zeigefinger) und wertvolle Anregungen zum Thema Körper, Sexualität und Gefühle: Starke Kinder können sich besser schützen. Ein tolles Buch, gut zu lesen und sehr zu empfehlen. |
„Was Scheidungskindern Schutz gibt “ von Sylvia Schneider, Clara Suetens |
Es kann viele Gründe haben, warum Eltern sich trennen. Kinder reagieren oft mit heftiger Abwehr, Ängsten und Auffälligkeiten, fühlen sich schuldig. Ermutigung für Eltern, sich Hilfe zu holen, um sich selbst und den Kindern die Verarbeitung einer Trennung leichter zu machen. |
„Gegen sexuellen Mißbrauch an Mädchen und Jungen“ von Gisela Braun, Arbeitsgemeinschaft Kinder- und Jugendschutz, Landesstelle NRW e.V. |
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Dieser Elternratgeber möchte sachlich aufklären und Mut machen. Er will Eltern und Großeltern („Gib der Oma doch ein Küsschen!“) informieren und stärken. Dieser Ratgeber entstand in der Hoffnung, Mütter und Väter gerade bei der vorbeugenden Erziehung unterstützen zu können. Sehr empfehlenswert! |
„Mein erstes Haus war Mamis Bauch“ von Sonja Blattmann, Illustration Ka Schmitz, Verlag Mebes & Noack |
Sofie hat morgen Geburtstag! Sie kann nie davon genug kriegen, dass ihre Eltern ihr erzählen, wie sie auf die Welt gekommen ist. Ihr erstes Haus war Mamis Bauch, das weiß sie. Aber wie ist sie da hinein gekommen? Oder war sie vielleicht schon immer dort? Und was hat Papa damit zu tun? Sachfragen zu Sexualität und Körperwissen erörtert Sonja Blattmann im Erzählton und mit Feingefühl, ohne zu überfordern – pfiffig-liebevoll illustriert von Ka Schmitz. Luise Wunderlich spricht mit klangvoller Stimme und malt die Geschichte ins Ohr – ein perfekter Rahmen für Sonja Blattmanns Lieder, die zart und leise, aber auch lebendig und schwungvoll zum Mitsingen einladen. Es ist eine wahre Freude, Sofies Neugier zu teilen , sie zu begleiten und zu erleben, wie das geht: Sich im eigenen Körperhaus und in der Welt sicher und zu Hause zu fühlen! Liebe und Sexualität als Quelle vom Leben mit großer Sorgfalt erzählt. Esther Schütz – Institut für Sexualpädadogik – Uster/Schweiz Die allerschönste Geschichte von der Entstehung eine Menschen, die je gehört, vielmehr erlebt habe . Inge Draeger – Sexualpädagogin – Lörrach Vermittelt, wie Eltern Wissen zum Körper und zur Sexualität lebendig an ihre Kinder weiter geben können. Aargauer Tageblatt Sexualerziehung für Kindergarten und Grundschule. Kichern, Tuscheln, Lachen ausdrücklich erlaubt. |
„Vom Liebhaben und Kinderkriegen“ von Sanderijn van der Doef, Marian Latour, Betz Verlag |
Dieses sehr liebevoll gemachte Buch gibt altersgemäße Antworten auf erste Fragen zur Sexualität und Kinderkriegen, sehr empfehlenswert! Ab Kindergartenalter. |
„Wo kommt unser Baby her?“ von Sylvia Schneider, Clara Suetens, Arena Verlag |
Eine liebevolle Geschichte vermittelt alle wichtigen Informationen zum Thema. Einfache Kinderfragen führen in die Thematik ein: Können Papas auch Babys kriegen? Warum sehen Mädchen anders aus als Jungen? Was macht das Baby im Bauch? Warum sind alle Menschen unterschiedlich? Behutsam gibt die Autorin Antwort auf alles, was die Kleinsten wissen wollen. |
„Mama, was ist Aids?“ Margaret Merrifield, Heather Collins, Donna Vita Verlag |
Karin mag den neuen Jungen im Kindergarten. Sie spielt gern mit ihm, doch von den anderen Kindern wird Nikolas gemieden. Auf einmal halten sich die anderen Mädchen und Jungen auch von Karin fern. Als Nikolas ein paar Tage krank ist, hört Karin das Wort Aids. |
„Liebe, Sex und Kinderkriegen. Einfach irre!" von Robie H. Harris, Michael Emberly |
„Dieses Buch entstand für Kinder zwischen sieben und zwölf Jahren – jenes Alter, in dem es viele Fragen über Sex und Körper, über Kinderkriegen und Zusammenleben, über Liebe und Gewalt gibt. Wir wollten hier Informationen auf eine offene und klare Art zusammenstellen – ohne Sensationsgier und falsche Scham.“ R.H. Harris. |
Persönliche Buchempfehlung:
„als der Mann kam und mich mitnahm“ - Die Geschichte eines Missbrauchs von Heidi Marks und als Susanne Will als Co-Autorin |
Kennen Sie das? Sie möchten Ihr Kind schützen und ihm eine schöne Kindheit ermöglichen? Das genau wollten die Eltern von Heidi Marks auch. Ihren Kindern eine behütete, schöne mit Werten versehene Kindheit ermöglichen in einem idyllischen Dorf am Rande des Steigerwaldes. Genau diese Kindheit schildert Heidi Marks in Ihrem Buch „als der Mann kam und mich mitnahm“. Eine Kindheit, die einerseits positiv geprägt ist von einem werteorientierten Elternhaus, andererseits von der panischen Angst: „Ich bin böse, ich bin ein böses Kind, ich bin schuld.“ Heidi Marks schildert in diesem flüssig und teilweise auch mit einem kaum merkbaren Humor geschriebenen Buch ihre u.a. vergewaltigte Kindheit und ihre Lebensgeschichte. Eine Lebensgeschichte, die sie immer wieder einholt. Susanne Will, die Co-Autorin beschreibt im zweiten Teil des Buches die Hintergründe im Missbrauchsprozess und zwar sauber recheriert und ohne Effekthascherei geschrieben. |
Zum Abschluss ein Buch von dem abzuraten ist:
„Geh’ niemals mit einem Fremden mit“ von Haberlander/Kirchberg |
Zu diesem Buch schreibt die Dipl.-Pädagogin und Autorin Gisela Braun, die sich seit 1985 mit Gewaltprävention und sexuellem Missbrauch auseinandersetzt und seit 1990 Referentin bei der Arbeitsgemeinschaft Kinder- und Jugendschutz ist: „Als eines der ersten Kinderbücher, das zum Thema auf den Markt kam, war es sicherlich gut gemeint, birgt aber alle gängigen Klischees in sich: Warnungen vor dem Fremden, hilfloses kleines Mädchen, Junge als pfiffiger Retter, Bedrohung und Angstmache durch einen fremden Mann, Polizeiaktion zur Rettung. Die Kinder werden eindeutig falsch informiert und das Buch macht Angst. Es ist nicht für eine sinnvolle Prävention geeignet.“ Viele Kinder kannten das Buch, u.a. auch von der Schule/Kindergarten. Sie sagten mir unisono: „Ein Fremder ist immer ein Böser (sprich jeder, den die Mädchen nicht kennen, äußerst fatal und angstmachend). Er ist schwarz angezogen und sieht grimmig aus“. Was hier auch suggeriert wird, dass nur Männer (und dann nur fremde Männer) als Täter dargestellt werden, die Mädchen sich nicht selbst behaupten können – das macht ein Junge, Eltern, Polizei. |